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Jul 16 2010

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Barbara.Neuroth

Protest der Sozialarbeit-Studierenden am Karlsplatz

Abgelegt unter Wieden

17. Juli 2010
15:00bis16:00

Mit 1. Juni 2010 ist das erneuerte Wiener Landes Sicherheitsgesetzt in Kraft
getreten. Die damit verbundene Ausweitung der Polizeibefugnisse für den
öffentlichen Raum, richtet sich hauptsächlich gegen sogenannte
Randgruppen* im öffentlichen Raum. Mit 1. Juni 2010 hat auch ein
Großaufgebot an Polizei angefangen die sogenannte Drogenszene vom
Karlsplatz zu vertreiben. Zusätzlich wurde beschlossen den
Spritzentausch des Projekts streetwork zu schließen. Offizielle
Begründung, der Umbau des Karlsplatzes. Dass die Passage des 2006 frisch
renovierten Streetwork-Projekts nicht von den Umbauarbeiten betroffen
ist, scheint für die „Verantwortlichen“ unerheblich. Denn im Oktober
2010 finden die Wiener Landtagswahlen statt. Während ÖVP und FPÖ seit
langen schon gegen die User_innen vom Karlsplatz hetzen, scheint nun
auch die SPÖ darauf zu setzten, sozialen Frieden nicht mehr erkaufen zu
wollen, sondern durch den staatlichen Kontrollapparat herbeizuführen.

and the speed goes on

Schnell ging auch der Umbau des zuständigen
Drogenhilfssystems des Vereins Wiener Sozialprojekte (VWS) einher. Ohne
Einbindung der Basishackler_innen (geschweige denn der User_innen)
wurden binnen kürzester Zeit langjährig erfolgreiche Projekte
„umstruckturiert“ und neue gegründet. Den bisherigen Höhepunkt stellt
die Schließung des Spritzentausches, der am Karlsplatz dar, der direkt
an die Szene angebunden war. Die Weiterführung von mühsam, über Jahre
aufgebauter Betreuungsverhältnisse scheint nun äußerst fraglich, die
negativen Auswirkungen bekommen die User_innen zu spüren. Die Erwartung
der „Verantwortlichen“, dass sich die bisher 4500 tgl. getauschten
Spritzen in das neue Projekt TaBeNo verlagern, hat sich bisher nicht
bewahrheitet. Weder die Entsorgung gebrauchter, noch die Versorgung mit
sterilen Spritzen scheint derzeit gesichert.

Das Recht den öffentlichen Raum zu benützen gilt anscheinend nicht mehr für die
sogenannten Randgruppen (wer sind die nächsten?). Untermauert wird diese
Repression durch einen Sprachgebrauch („Säuberung“ und „bereinigen“),
der klar macht, was Politik & Exekutive von den Betroffenen halten.
Dass hier offen gegen eine Gruppe von Menschen gehetzt wird, die sich
mangels Einfluß und Macht nicht wehren kann, ist ein weiterer Beleg für
den momentan herrschenden Populismus.

Trotz Maulkörben für Sozialhackler_innen und trotz täglicher Repression gegen die
Konsument_innen konnte eine öffentliche Debatte nicht unterdrückt
werden. Proteste und Aktionen haben in letzter Zeit stark zugenommen.
Auch wir, das Bündnis gegen die Räumung des Karlsplatzes, wollen unseren
Beitrag leisten und rufen alle Betroffenen und Solidarischen dazu auf
am Samstag, dem 17. Juli ab 15 Uhr in den Resselpark zu kommen.

- Wir sprechen uns mit unserer Kundgebung gegen die Zerschlagung eines
(über-)lebenswichtigen Hilfssystems und gegen jede Form von
polizeilicher Repression gegen Drogen konsumierende Menschen aus. Wir
verurteilen jede Illegalisierung und Kriminalisierung von
Drogenkonsument_innen. Wir unterstützen hingegen eine selbstbestimmte
Organisierung der User_innen und fordern eine Bereitstellung von
Infrastruktur und Finanzmitteln durch das Drogenhilfssystem.
- Wir sprechen uns dagegen aus, dass die Politik einer Mehrheit Angst vor
einer wehrlosen Minderheit macht. Wir verurteilen deren Sprachgebrauch
(„säubern“ & „bereinigen“). Wir verurteilen die verantwortungslose
Gefährdung von User_innen, Passant_innen und Anrainer_innen, die von den
„Verantworlichen“ aufgrund der Schließung des Spritzentausches am
Karlsplatz herbeigeführt wurde.* * * Wir fordern öffentlichen Raum,
Gesundheitsversorgung und ein freies Leben für alle. Wir sind
solidarisch und lassen uns nicht gegeneinander ausspielen.
- Wir sprechen uns gegen die Fremdbestimmung von oben aus, mit der derzeit
über die Betroffenen hinwegadministriert wird. Wir verurteilen Maulkörbe
für die Basis in den Drogenprojekten und fordern einen offiziellen und
praktischen Verzicht auf Sanktionen gegen kritische Sozialhackler_innen
seitens der jeweiligen Geschäftsführungen. Wir treten für eine
Diskussion ein, die getragen wird von den jeweils Betroffenen und den
Expert_innen vor Ort. Eine Diskussion, die einen fortlaufenden und
offenen Prozeß abseits von parteipolitischen Interessen eröffnet und
bedürfnisorientierte Lösungen ermöglichen kann.

Bündnis gegen die Räumung des Karlsplatzes
Kontakt: buendnis_karlsplatz@riseup.net

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Jun 01 2010

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Barbara.Neuroth

Fotoprojekt „ Josef Samuel 55 Jahre auf Motivsuche“

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7. Juni 2010
18:00bis20:00

55 Jahre mit der Kamera unterwegs.
Begonnen mit der Agfa Clack 6×9 Kamera 1955, ab 1959 mit der Rollei 6×6,
1961 mit der Petacon Six und ab 1963 mit der Hasselblad 6×6 unterwegs auf Motivsuche.
Josef Samuel zeigt in seinem Fotoprojekt vom ersten bis zum aktuellsten Foto den Werdegang seiner Fotografie von den Dunkelkammerfotos bis zum Digitalen Bild. Das gebannte Licht in
Schwarz Weiß und Farbfotos, Landschaften, Porträts, Grafiken,
Experimental Bilder, Farbveränderungen usw..

Das Verdienstkreuz des Landes Burgenland erhielt er für die Foto Ausstellungen und Vorträge über das Burgenland.

640 Fotos wurden bei Internationalen Ausstellungen präsentiert.

Foto Landesmeister und Staatsmeister Medaillen in Gold ,Silber und Bronze, Diplome aus dem In- und Ausland.
Fotos in Büchern – Zeitschriften - Presse Schaufenster - Verlag St. Gabriel .

Spezialgebiet vertonte Diaserien führend in Europa.
Die Harmonie zwischen Bild und Ton.
Preise in Hamburg, Vac (Ungarn), Epinal Grand Prix ( Frankreich).

Erster Film 1975 ( auch bei den Filmwettbewerben immer wieder große Erfolge. Spezialität Landschaftsstimmungen im Film bekam auch den Namen „ Adalbert Stifter mit der Kamera“. Filmtitel „Der Traum von Böhmerwald“ mit Texten von Adalbert Stifter.
Und so geht es mit den erfolgen und Ausstellungen weiter bis zum heutigen Tag.
Josef Samuel ist seit 53 Jahren Schilder und Schriftenmaler und die
Werkstätte ist heute ein Schildermalermuseum mit Fotogalerie
wo die Ausstellung 55 Jahre auf Motivsuche zu sehen ist.
Eröffnung Montag 7. Juni um 18 Uhr durch Bezirksvorsteherin Susanne Reichard.
Geöffnet vom 7. Juni – 11. Juni von 15 – 18 Uhr.
In der Werkstätten – Fotogalerie – Samuel 1040 Wien, Mühlgasse 7

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Apr 11 2010

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Barbara.Neuroth

6. Literatur-Salon bei Malota mit Heidi Breuer

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19. April 2010
19:00bis21:00

am 19. April um 19h
in der Buchhandlung MALOTA
4. Bezirk, Wiedner Hauptstr. 22 (bei der Paulanerkirche)

HEIDE BREUER
liest aus ihrem Roman „Die Türme von Indigo“, Weimarer Schillerpresse 2006 und ihrem Manuskript „Die Zwillinge von Van“ (Herbst 2010)

Zur Person Heide Breuer:
1942 in Baden geboren, Lehrerausbildung, Kunststudium in Brüssel und Pforzheim, Ausbildung zur Keramikerin, Gründung einer Familie mit 3 Kindern, Lehrtätigkeit und erste Ausstellungen, längere Studienaufenthalte in Kalifornien, Indien, Senegal, Kolumbien, Ost-Anatolien; 2002 Beteiligung an der Biennale in Dakar, Begegnung mit westafrikanischer Literatur, deren Einfluss sich u.a. in den „Türmen von Indigo“ niederschlägt.
Im neuen Roman „ Die Zwillinge von Van“ setzt sie sich mit dem konflikthaften Zusammenleben von Armeniern, Türken und Kurden auseinander.

Auskunft und Anmeldung: Buchhandlung Malota :
587 92 75, buchhandlung.malota@utanet.at
Organisation: Veronika Seyr:
0676/664 16 08, veronika.seyr@chello.at

Eintritt frei, Künstlerspende erbeten, nach der Lesung Fragen, Antworten und Umtrunk

Keramiken von Heide Breuer sind beim Atelierrundgang im 2. und 20. Bezirk 23.- 25. April im Atelier Kramer, 2., Engertstraße 191, St. 2, Tür 44 zu sehen.

Herzlich Willkommen!

Martin Greiner, Geschäftsführer Malota
Veronika Seyr

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