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Jan 25 2009

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Julia Malle

Die Wieden. Ein (fast) frischer Eindruck

Abgelegt unter Wieden

Seit nunmehr gut 1,5 Jahren lebe ich auf (Warum heißt es eigentlich “auf”, das irritiert mein germanistisches Herz zutiefst), in, um, oder vor mir aus auch bei der Wieden. Zugegeben, Liebe auf den ersten Blick war es nicht. Wie hätte es auch anders sein können, aus dem hippen (hipp=anderes und weniger stigmatisiertes Wort für Bobo) 7. Wiener Gemeindebezirk kommend? Das lag aber nicht nur an der politischen Bezirksstruktur von Boboville, nein: In Boboville gab und gibt es alles was mein und andere junge und junggebliebene Herzen begehren, insbesondere lässige Lokale.   Mittlerweile habe ich mich in 1040 verliebt, gerade weil die Wieden ein Ort ist, aus dem noch sehr viel zu machen ist und aus dem man/frau vieles viel besser machen könnte, als es jetzt der Fall ist. Weil frau/man noch eine gewisse Aufbruchsstimmung spürt und weil die nächsten Wien-Wahlen zeigen werden, in welche Richtung dieser Aufbruch geht. Es verspricht also spannend zu werden.   Was sich mir aber immer noch zuwenig erschließt, sind die guten und coolen Lokale, Beiseln, Restaurants usw.usf. AUF der Wieden. Das liegt aber vor allem daran, dass ich ansonsten mit 25 Gefahr laufe, eine von Ex-Kanzler Gusenbauer diagnostizierte Bummelstudentin zu werden und damit in guter Gesellschaft von Joschka Fischer und Bill Gates zu sein. Laut Wikipedia ist ein Bummelstudent “die umgangssprachliche Bezeichnung für einen Studenten, der die Freiheiten des Studentenlebens nicht dazu verwendet, sein Studium selbstverantwortlich individuell zu optimieren, sondern den Verlockungen der Möglichkeiten einer intensiven Freizeitgestaltung nachgibt und seine Studien vernachlässigt.” Weil ich also keine Zeit mehr auf eine intensive Suche nach möglichen Freizeitgestaltungen verschwenden darf, bitte ich euch um Mithilfe. Ich bitte um schnelle und kurze Lokal-Tipps in alphabetischer Reihenfolge in 1040 Wieden, oder auch knapp darüber (1050, 1010, 1100 usw., dem Begriff der Grenze stehe ich eher kritisch gegenüber).   Ich bedanke mich im Voraus für Eure Mitarbeit an einer gemeinsamen Lokalführerin (nicht nur Restaurants, auch Bars, Kaffehäuser etc.) für die Wieden und beginne mit   A wie Anzengruber: Ich verdanke diesen Tipp meiner lieben Kollegin Barbara Neuroth. Das Anzengruber verfügt über den Charme vergangener Jahre und es stimmt: In der Schleifmühlgasse 19 in 1040 Wien erhält mensch tatsächlich “the best-Schnitzel in town” (wenn auch nicht vom Kalb, sondern vom Schwein).

Alles Liebe, Julia Malle

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