Archiv für das Tag 'Bars'

Jun 29 2009

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Alkis

Regenbogenparade in Wien

Abgelegt unter Kultur, Musik, Open Air, Wieden

4. Juli 2009
14:00bis21:00

Auch dieses Jahr findet die Regenbogenparade am Ring statt. Was für manche wie ein deplatziert wirkender Karnevalsumzug wirkt hat aber einen ernsten Hintergrund.
Fast auf den Tag genau vor 40 Jahren hat in der New Yorker Bar Stonewall Inn eine Polizei-Razzia statt gefunden. Doch statt diese wieder einmal stoisch zu erdulden wehrten sich die Lesben, Schwule und Transgender das erste Mal. Eine wilde Nacht stand den Polizisten in der Christopher Street bevor und das erste mal gab es eine Aufbruchstimmung unter jenen, die noch unter dem Totalverbot von Homosexualität standen. Ein Jahr später fand der erste Umzug in der Christopher Street statt und seit dem gibt es überall auf der Welt jährlich Umzüge, wo Lesben, Schwule und Transgender zeigen, dass sie da sind, dass sie viele sind und dass sie nicht mehr übersehen werden wollen.

Regenbogenparade in Wien 2007

Regenbogenparade in Wien 2007


Auch in Österreich gibt es in den 60er und 70er Jahren noch teilweise tragisch verlaufende Schicksale. Menschen, die von Polizei und Psychiatrie weggesperrt und von ihren Familien verstoßen wurden. Wussten Sie, dass z.B. Günter Tolar eine Nacht im Hefn verbracht hat, weil er einen Mann geküsst hatte?
Warum das interessant ist für den Wieden-Blog? Es passierte hier, bei uns im Bezirk. Im ältesten noch exitierenden Schwulenlokal, der “Alten Lampe” in der Heumühlgasse.
Die Geschichte und die Geschichten von jungen und älteren Lesben, Schwulen und Transgender (so auch Günter Tolars Beitrag) sind in einer Publikation veröffentlicht.
In den letzten Wochen und Monaten haben die Grünen Andersrum gemeinsam mit QWIEN, dem Zentrum für lesbi-schwule Geschichte und der Queer Lounge ein spannendes Projekt auf die Beine gestellt. “STONEWALL IN WIEN” - Chonik der lesbisch-schwulen-transgender Emanzipation.
Stonewall in Wien
Wenn Sie also zur Regenogenparade am Ring oder die Abschlusskundgebung am Schwarzenbergplatz gehen, übersehen Sie doch einfach mal das Schrille und schauen Sie auf das Politische, das Normale. Sie werden verwundert sein, wie unterschiedlich und vielfältig lesbisches und schwules Leben in Wien ist.
Die Forderung nach Gleichbehandlung sind weiterhin aktuell und werden sich wohl so schnell nicht ändern.

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Jan 25 2009

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Julia Malle

Die Wieden. Ein (fast) frischer Eindruck

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Seit nunmehr gut 1,5 Jahren lebe ich auf (Warum heißt es eigentlich “auf”, das irritiert mein germanistisches Herz zutiefst), in, um, oder vor mir aus auch bei der Wieden. Zugegeben, Liebe auf den ersten Blick war es nicht. Wie hätte es auch anders sein können, aus dem hippen (hipp=anderes und weniger stigmatisiertes Wort für Bobo) 7. Wiener Gemeindebezirk kommend? Das lag aber nicht nur an der politischen Bezirksstruktur von Boboville, nein: In Boboville gab und gibt es alles was mein und andere junge und junggebliebene Herzen begehren, insbesondere lässige Lokale.   Mittlerweile habe ich mich in 1040 verliebt, gerade weil die Wieden ein Ort ist, aus dem noch sehr viel zu machen ist und aus dem man/frau vieles viel besser machen könnte, als es jetzt der Fall ist. Weil frau/man noch eine gewisse Aufbruchsstimmung spürt und weil die nächsten Wien-Wahlen zeigen werden, in welche Richtung dieser Aufbruch geht. Es verspricht also spannend zu werden.   Was sich mir aber immer noch zuwenig erschließt, sind die guten und coolen Lokale, Beiseln, Restaurants usw.usf. AUF der Wieden. Das liegt aber vor allem daran, dass ich ansonsten mit 25 Gefahr laufe, eine von Ex-Kanzler Gusenbauer diagnostizierte Bummelstudentin zu werden und damit in guter Gesellschaft von Joschka Fischer und Bill Gates zu sein. Laut Wikipedia ist ein Bummelstudent “die umgangssprachliche Bezeichnung für einen Studenten, der die Freiheiten des Studentenlebens nicht dazu verwendet, sein Studium selbstverantwortlich individuell zu optimieren, sondern den Verlockungen der Möglichkeiten einer intensiven Freizeitgestaltung nachgibt und seine Studien vernachlässigt.” Weil ich also keine Zeit mehr auf eine intensive Suche nach möglichen Freizeitgestaltungen verschwenden darf, bitte ich euch um Mithilfe. Ich bitte um schnelle und kurze Lokal-Tipps in alphabetischer Reihenfolge in 1040 Wieden, oder auch knapp darüber (1050, 1010, 1100 usw., dem Begriff der Grenze stehe ich eher kritisch gegenüber).   Ich bedanke mich im Voraus für Eure Mitarbeit an einer gemeinsamen Lokalführerin (nicht nur Restaurants, auch Bars, Kaffehäuser etc.) für die Wieden und beginne mit   A wie Anzengruber: Ich verdanke diesen Tipp meiner lieben Kollegin Barbara Neuroth. Das Anzengruber verfügt über den Charme vergangener Jahre und es stimmt: In der Schleifmühlgasse 19 in 1040 Wien erhält mensch tatsächlich “the best-Schnitzel in town” (wenn auch nicht vom Kalb, sondern vom Schwein).

Alles Liebe, Julia Malle

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