Monatsarchiv für März 2010

Mär 28 2010

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Julia Malle

Informationsveranstaltung zum Drogenberatungszentrum auf der Oberen Wieden – Die Wahrheit ist dem Menschen zumutbar!

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Die FPÖ hetzt Menschen gegeneinander auf, die SPÖ schaut dabei zu und die ÖVP ist sich nicht einig. So müsste man resümieren, wollte man Außenstehenden über den Informationsabend zum geplanten Drogenberatungszentrum TaBeNo (Tageszentrum, Betreuung, Notschlafstelle) am Wiedner Gürtel berichten.

VertreterInnen des Sozialprojektes, SozialarbeiterInnen, Kriminalbeamte, ÄrztInnen, AnrainerInnen und Interessierte diskutierten im Amtshaus über Hintergründe, Vorhaben, Vor- und Nachteile des Projektes TaBeNo. Beratung für drogenkranke Menschen, medizinische Betreuung und 26 Notschlafplätze sollen bis Ende 2011 als Provisorium am Wiedner Gürtel 16 angeboten werden. Danach ist ein Umzug von TaBeNo in die Gumpendorfer Straße vorgesehen, so der Geschäftsführer des Projektes, dessen Vorteile auf der Hand liegen und das wir Grüne sehr begrüßen.

- Man erreicht suchtkranke Menschen und diese wiederum erreichen aufgrund der Niederschwelligkeit die Einrichtung gezielt.

- Das beruhigt den öffentlichen Raum, eine Tatsache, die auch die AnrainerInnen des Ganslwirtes (eine ähnliche Einrichtung im 6. Bezirk) sehr schätzen.

- Durch ärztliche Begleitung suchtkranker Menschen können notwendige Maßnahmen für eine oft erfolgreiche Therapie eingeleitet werden.

- Eine erfolgte Reintegration in den (Arbeits)alltag hat auch volkswirtschaftlich gesehen positive Auswirkungen. In diesem Zusammenhang hat man bereits mit dem Ganslwirt im 6. Bezirk ausgezeichnete Erfahrungen gemacht.

Einzig die Vorgehensweise des ansonsten absolut notwendigen Projektes ist fragwürdig. Auch wir Grüne kritisieren die unsensible Einstellung der Bezirksvorsteherin Susanne Reichard, die es nicht für wert befand, in der Causa TaBeNo die Bevölkerung früher einzubinden. Und das obwohl sie laut Angaben des Drogenkoordinators der Stadt Wien seit Jänner 2010 Bescheid wusste. Eine frühere Aufklärungsarbeit als wenige Tage vor dem Projektstart wäre gegenüber den AnrainerInnen nur fair gewesen. Wieso also dieses Verhalten seitens der Bezirksvorsteherin bei einem so heiklen Thema? Mit einem Aufschrei der FPÖ war ohnehin zu rechnen und die späte Information der Bevölkerung Munition für die Freiheitlichen und ihre AnhängerInnen, die es sich nicht nehmen ließen, am Mittwoch massiv gegen TaBeNo Stimmung zu machen. Erschreckend dabei, wie an besagtem Abend über kranke Menschen gesprochen wurde. Die meisten Wortmeldungen kamen allerdings nicht von besorgten BürgerInnen, sondern von ÖVP und FPÖ. Skurril ist es, dass es die FPÖ war, die in jüngster Vergangenheit immer wieder den Ausbau von Therapieplätzen für Suchtkranke forderte. Nicht skurril, sondern zum „fremdschämen“ ist es, dass scheinbar kein Sprechen über Drogenkranke möglich ist, ohne diese zu kriminalisieren oder zu diskreditieren. „Die Junkies sind selbst schuld.“ „Wir haben sie ja nicht gezwungen Drogen zu nehmen.“ „Die haben sich selbst in diese Situation gebracht, wir nicht.“ Und erst diese Woche sprach Johann Gudenus in der aktuellen Stunde im Gemeinderat von „einem Anschlag der SPÖ auf die Sicherheit der Bürger im 4. Bezirk.“

Aber auch die ÖVP, hier insbesondere die Bezirksvorsteherin Susanne Reichard, hat Mühe, Sätze zu bilden, ohne darin das Wort „Polizei“ zu verwenden. Kein Wunder also, dass auch die Polizei am Mittwoch eingeladen war. Fazit des Berichts der Kriminalbeamten: Keine nennenswerten Delikte beim Ganslwirt, sehr wenige Anzeigen (nur 16 im Jahr 2009) und keine Kinder, die sich an Spritzen verletzt haben, welche wiederum vermehrt in Parks als in Ganslwirtnähe zu finden sind. So lautete der Tatsachenbericht der Polizei, sehr zum Leidwesen der ProjektgegnerInnen. Die Wahrheit ist dem Menschen zumutbar, doch manche wollen sie nicht hören. Positive Meldungen zu TaBeNo wurden aus den FPÖ und ÖVP-Reihen mit Kommentaren wie „grüner Gutmensch“ begleitet. Naja, lieber ein Gutmensch als sein Gegenteil!

Doch weil man als Gutmensch die Hoffnung nicht aufgibt, dass manches irgendwann doch noch bei den politischen KontrahentInnen ankommt, sei auf Barbara Neuroths Statement verwiesen. Sie betonte eindringlich die positiven Erfahrungen der Bevölkerung mit dem Ganslwirt im 6. Bezirk und warnte vor einer rhetorischen Kriminalisierung von kranken Menschen.

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Mär 28 2010

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Barbara.Neuroth

Literarischer Osterspaziergang über die Wieden

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5. April 2010
13:00bis21:00

Literarischer Osterspaziergang über die Wieden
des Ersten Wiener Lesetheaters
Ostermontag, 5. April 2010


1. Station 13.00 (Treffpunkt) Otto Wagner Pavillon
Café Restaurant Karl Otto
Werner J. Grüner liest Karl Kraus (Textstellen aus “Die Fackel” )
Rolf Schwendter liest Elias Canetti („Die Fackel im Ohr)

2. Station ca. 13:45 Rundgang Karlsplatz

Susanne Schneider (Historisches Museum der Stadt Wien - Karlskirche - Alte Technische Universität - Resselpark)

3. Station ca. 14:30 Rilkeplatz vorm. Bertha von Suttnerplatz

Christa Mitaroff liest Bertha von Suttner („Die Waffen nieder“)
Eva Jancak und Klaus Schwarz lesen Briefe von Erika Mitterer und Rainer Maria Rilke
Helga G. Schwaiger liest Rainer Maria Rilke (Gedichte)

4. Station ca. 15:00 Mozartplatz Mozart- oder Zauberflöten-Brunnen
Manfred Loydolt singt Papageno-Arie aus der „Zauberflöte“ (W.A.Mozart, Text Emanuel Schikaneder)

5. Station ca. 15.20 Grün-Raum, Favoritenstraße 22

Helga G. Schwaiger liest Wolfgang Amadeus Mozart (Briefe)
Manfred Loydolt singt aus einer Operette von Johann Strauß
Elisabeth Chovanec liest Stellen aus der Strauß-Biographie von Anton Mayer
Christa Mitaroff liest Bert Brecht („Mutter Courage und ihre Kinder“)
Gustav Posch liest Franz Richter Gedicht „Osterspaziergang“
Text „Zeus Ammon m.d.Widderhörnern“
Michael Ernst liest Jiri Grusa Stellen aus „Glücklich heimatlos“
Angelika Raubek liest Herzmanovsky-Orlando „Das Unheil breitet seine Fittich über Familie Watzka“

6. Station ca. 16:30 Erika Mitterer Gesellschaft, Rainerg.3 sowie anschließend Cafè Frey, Favoritenstr.44
Eva Jancak und Klaus Schwarz lesen Briefe von Erika Mitterer und R.M.Rilke
Eva Jancak liest Eva Jancak „Text über letzte Begegnung mit Erika Mitterer“
Uli Makomaski liest Erika Mitterer „Das Kreuz wird verhüllt“, „Eine Schriftstellerin erinnert sich an 1938“(Auszug)
Eva Jancak liest Eva Jancak „Text über Helmut Eisendle“
sowie Textstelle von Helmut Eisendle

7. Station ca. 17:15 Freie Bühne Wieden, SPÖ Wieden, Wiedn.Hauptstr.60b

Susanne Schneider liest „Chronik über die Freie Bühne Wieden“
Manfred Büchler liest Text über Bruno Kreisky und seine politischen Anfänge auf der Wieden

8. Station ca. 17:45 Schlüsselgasse – Ernst Jandl-Park
Mechthild Lütjen-Podzeit liest Mechthild Lütjen-Podzeit „Text über Ernst Jandl“

9. Station ca. 18:00 Cafè Classico, Wiedn.Hauptstr.Ecke Schleifmühlg.1
Sonja Henisch liest Sonja Henisch „Kolschitzky – die Kaffeehauskultur auf der Wieden“
Helga Eichler liest Irene Harand aus „Sein Kampf“
Dora Schimanko liest Stellen aus Fritz Grünbaum-Biographie „Grüß mich Gott“
Manfred Loydolt liest Fritz Grünbaum (Kabarett-Szene)
Werner Grüner u. Susanne Schneider lesen Karl Farkas „Ins eigene Nest“
Christa Mitaroff u. Susanne Schneider lesen Hugo Wiener “Aber der Hugo…“
Heinz Granzer liest Maria Tidl „Sprich zu mir, Barbara“, „Es brennt die Au“
Rolf Schwendter liest Josef Haslinger „Hausdurchsuchung im Elfenbeinturm“

10.Station ca. 19:15 Kurzer Rundgang auf den Spuren des Freihauses

Susanne Schneider (Schleifmühlgasse – Kühnplatz – Faulmanngasse – Rechte Wienzeile – Schikanedergasse)

11.Station (Schlusslesung) ca. 19:45 Restaurant Beograd, Schikanederg.
7
Rolf Schwendter liest Konrad Bayer aus „Die Wiener Gruppe“
Christel Bender liest Liesl Ujvary (zwei Gedichte) aus „Sicher und Gut“
Michael Ernst liest H.C. Artmann aus „Die Wiener Gruppe“
Klaus Schwarz liest Oswald Wiener „Bouvard und Pécuchet“ eine Tischrede
Elisabeth Chovanec liest Friedrich Achleitner aus „Die Wiener Gruppe“
Ingrid Jantzen liest Gerhard Rühm aus „Die Wiener Gruppe“
Rolf Schwendter liest Hannes Schneider „Telephonbuchrezension“
Franz Hütterer liest „Die Wiener Gruppe“ (Antologie)
Angelika Raubek liest Elfriede Gerstl (Gedichte)
Uli Makomaski liest Friederike Mayröcker (Gedichte)
Werner Grüner liest Ernst Jandl „Landstrasse – Wien 1938“
Helga Eichler liest Berthold Brecht (?)
Sowie Überraschungsgäste zu späterer Stunde

- open end -

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Mär 28 2010

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Barbara.Neuroth

Fotoausstellung “Fenster” beim Schildermaler Samuel

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19. April 2010
18:00

Fotoausstellung von Josef und Kerstin Samuel: Fenster
Einblicke – Ausblicke – Durchblicke

Eröffnung am Montag 19. April 2010 um 18 Uhr

Geöffnet vom 19. – 23. April
von 15 – 18 Uhr

24. 4. – 21.5. gegen Voranmeldung

In der Werkstätten – Fotogalerie – Samuel
1040 Wien, Mühlgasse 7 (Schildermalerei)
Tel. 0664 936 79 43 603 29 60
josef.samuel@chello.at

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Mär 07 2010

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Barbara.Neuroth

RAUMSPIELE Abstieg in den Keller -Kunstperformance

Abgelegt unter Kultur, Wieden

25. März 2010
19:00bis20:30
19:00bis20:30
19:00bis20:30
19:00bis20:30
19:00bis20:30

AKTION I

Einladung
zum Abstieg in den Keller des Hauses
Schleifmühlgasse 18
1040 Wien

Wien, ein Keller mit zugemauerten Durchgängen in angrenzende unterirdische Labyrinthe der Stadt, Schutzraum, Todesfalle und Überlebensraum für Frauen, Kinder, Männer, Alte, Flüchtlinge und Mitläufer…
Die Seelen der Getöteten und Überlebenden bevölkern die Keller der Stadt
ein einsamer Gesangston legt sich über “Sofortmaßnahmen”, Sirenen, und Berechtigungsscheine
frei sein
Susanne Hajdu
www.raumspiele.com

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